Honigproben

EU-weit verbotener Wirkstoff Thiacloprid nachgewiesen – in Honigproben –

Leider macht ja die EU und Ihre Agrarpolitik nicht unbedingt das Leben der Bienen und Bestäuber einfacher. Außer immer wieder großen Versprechungen der Minister*Innen  – da wird das Wohl der Biene immer wieder gerne zur Werbezwecken missbraucht. Es wird in der Realität durch die EU komplett anders gewirkt:

Derzeit ist mal wieder eine Neonicotinoid (Acetamiprid) durch die EU anvisiert. Jetzt soll die lebensmittelrechtlich zulässige Höchstmenge von Acetamiprid im Honig von 0,05mg/kg auf 0,3mg/kg, also um das Sechsfache, erhöht werden. Das wurde schon Ende Februar durch die EU-Mitgliedstaaten im ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (PAFF) mehrheitlich beschlossen. (ja, ja der Schutz unserer Bestäuber liegt den Damen und Herren wirklich sehr am Herzen). Der Entschluss liegt aktuell dem Europäischen Rat und dem EU-Parlament vor. Diese können noch dagegen Einspruch erheben…….

Zehn von 152 untersuchten Proben von Raps-Honigen, die durch die Aurelia Stiftung aktuell untersucht worden sind, enthielten das EU-weit verbotene „Thiacloprid“ . Toll ist das nicht, denn dieses Neonicotinoid hätte in der Raps – Anbausaison 2021 nicht mehr zum Einsatz kommen dürfen.

10.5% der Honige dieser 152 Proben sind mit Neonicotinoiden belastet (bei einer Nachweisgrenze von 5µg/kg). Gefunden wurden die zwei Wirkstoffe Acetamiprid und Thiacloprid. Beide sind für Bienen bereits in sehr geringen Dosen hochgiftig.

Die kurz- und langfristige Aufnahme von Acetamiprid durch Rückstände stellt laut Efsa (Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit) „wahrscheinlich kein Risiko für die Gesundheit der Verbraucher“ dar. (Verbraucher sind wir Konsumenten des Honigs – von den Risiken für die Bienen und Insekten sprechen die Personen bei der Efas natürlich nicht. 2014 stellte die Efsa dagegen noch fest, dass Acetamiprid die Funktion und Entwicklung von Neuronen im Nervensystem von Säugetieren negativ beeinträchtigen kann. Ob und wie die Bedenken der neurotoxischen Wirkung von Acetamiprid auf den Menschen ausgeräumt worden sind, ist bisher natürlich auch noch nicht bekanntgemacht worden.

 

 

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