Kerzen aus Bienenwachs

Das Gold des Imkers

Bereits im Mittelalter wurden Kerzen aus Bienenwachs hergestellt. In der sogenannten westlichen Welt begannen die Kirchen und Klöster das teure Bienenwachs einzusetzen, anstatt die fackelähnlichen Kerzen aus Talg oder Rinderfett. Dies führte zu einer massiven Verbesserung der Luft in den Räumen, da Bienenwachskerzen deutlich weniger Rauch entwickelten und noch einen angenehm Duft hinterließen.

Heute nutzen wir die Bienenwachskerze als Licht für schöne, harmonische und besinnliche Momente.

Das war aber vor der Erfindung der Elektrizität komplett anders. Das Licht der Kerze war ein wichtiger und wertvoller Gebrauchsgegenstand. Es wurde die Stube, das Zimmer oder große Räume in den Kirchen und Schlössern damit beleuchtet. Vor der Bienenwachskerze wurde in Indien die Früchte des Zimtbaums ausgekocht. Hieraus wurde in Indien die Kerzen hergestellt. So wurden über die Welt verteilt, die unterschiedlichsten „Rezepte“ zur Kerzenherstellung genutzt. Die Kerze war in schon vor dem Mittelalter ein sehr bedeutender und kostbarer Gegenstand. Urkundlich erwähnt  wurde schon im Jahre 1061 eine Innung der Lichtzieher – „extracteur leger“ in Frankreich. In Hamburg wurde im 14. Jahrhundert die Innung der Kerzenzieher erwähnt. Im späteren Mittelalter wurde auch hier spezialisiert:  Wachskerzenhändler und Talgkerzenhändler.

In unserer Bioimkerei legen wir auf einen eigenen Wachskreislauf großen Wert. Die Skandale der letzten Jahre lassen auch konventionelle Imker nicht unberührt. In der Imkerschaft kommt hier langsam ein Umdenken auf den richtigen Weg.

Unser Wachs stammt aus unserer Imkerei – von unseren Bienen. Die Bienen „schwitzen“ aus den Wachsdrüsen kleine Wachsplättchen aus, also sie produzieren ihr Wachs selbst. Beim Ausschwitzen wird das flüssige Wachs in der Luft sofort trocken und sieht dann optisch wie eine kleine Schuppe aus.

Die Inhaltsstoffe von Bienenwachs sind übrigens Myricin (ein Pamitinsäureester), Cerotinsäure, Alkohole, Melissinsäure und Kohlenwasserstoffe.

Können Kerzen schimmeln?

Definitiv: NEIN.
Bei dem „Wachsschimmel“ handelt es sich um eine weiße Oxidationsschicht (Reaktion mit der Luft),
die vor allem dann an den Kerzen entsteht, wenn diese bei kühleren Temperaturen gelagert werden oder sich in einem kühlen Raum befinden. Selbst auf einer Fensterbank mit schlecht isolierten Fenstern kann sich an einer Kerze eine solche Schicht bilden.
Diese Oxidationsschicht ist übrigens ein Erkennungsmerkmal dafür, dass man reines, unverfälschtes Bienenwachs vor sich hat.
Ihr könnt diesen „Wachsschimmel“ ganz einfach mit einem Tuch von der Kerze abwischen oder ihr nehmt die Kerze, haltet sie unter ca. 45°C warmes Wasser und reibt kurz drüber. Die Beläge verschwinden dann und eure Kerze ist wieder wie neu.

Keine Kerzen aus Erdöl

Herkömmliche Kerzen bestehen meist aus Paraffinen und Erdöl – keine besonders umweltfreundliche Kombination.

Alternativen gibt es aber: Kerzen aus Carnauba-, Raps- oder Bienenwachs. In unserer kleinen Kerzenwerkstatt fertigen wir nur Kerzen aus Bienenwachs. Der Baumwolldocht wird leider zugekauft und nicht selbst gesponnen 🙂 . Wir gießen unsere Kerzen natürlich in Handarbeit und in sehr kleinen Stückzahlen. Wie in einer kleinen Bienenwachs – Manufaktur.

Die wenigen unterschiedlichen Kerzenformen sind in unserem Webshop erhältlich – oder direkt bei uns vor Ort in Bad Wildbad.

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