BIO – Bienenwachs aus der Bioimkerei

Bienenwachs wurde schon lange vor dem Mittelalter genutzt. In der früheren Zeit war das Bienenwachs und die daraus hergestellten Kerzen, das einzige Leuchtmittel. Zur damaligen Zeit konnten es sich nur Klöster und Adelige leisten, mit Bienenwachskerzen die Räume zu erleuchten. Die damaligen Imker, Zeidler genannt, hatten ein sehr hohes Ansehen und sehr viele Sonderrechte. Die Zunft der Zeidler durften als ganz wenige eine Waffe tragen.

Das Bienenwachs wird durch die Bienen selbst erzeugt. Die Bienen “schwitzen” das Wachs aus und bauen so Ihre Waben auf. Die Wachsplättchen werden über die Wachsdrüsen der Honigbiene ausgeschieden. Das Wachs ist ursprünglich nicht gelb, sondern hat eine weiße Färbung. Die gelbe Färbung vom Wachs kommt erst nach und nach. Die Bienen sammeln ihren Nektar und auch Pollen, den sie in die Waben ablegen. Durch den Pollen bzw. das Pollenöl wird die gelbe Färbung ausgelöst – hier ist der natürliche Farbstoff Carotin enthalten. Der typische Geruch von Bienenwachs wird durch das Propolis ausgelöst.

In unserer Bio Imkerei spielt der sogenannte Wachskreislauf eine sehr wichtige Rolle. Unsere Bienen sollen vorwiegend ihre Waben selbst bauen. Der sogenannte Naturwabenbau ist für uns sehr wichtig. Wir geben teilweise sogenannte Mittelwände, aus dem Entdeckelungswachs hergestellt,  in die Bienenwohnungen, teilweise bekommen die Bienen aber nur leere Rähmchen in denen sie ihre Waben komplett selbst bauen. Diese Betriebsweise hat etwas mit der Rückstandsproblematik im Bienenwachs zu tun. Es hat leider vor einigen Jahren wieder einen großen Wachs Skandal gegeben. Billigstes Wachs aus Fernost wurde in großen Mengen in Europa verkauft. Das Wachs war gestreckt und angereichert u.a. mit Paraffin,….. Es sind sehr viele Bienenvölker dadurch verendet. Den Schaden, den die geldgierigen Verkäufer des Wachses angerichtet haben, war enorm. Wachsproblematiken kennt man schon seit dem 14 Jahrhundert. Hanseatische  Kaufleute haben damals schon mit Russischen Lieferanten von Bienenwachs Verträge ausgehandelt. Damals wurden u.a. Sand oder Ziegelsteinmehl, Butter, Talg, Pech, Teer, Bohnenmehl,…. dem Wachs beigemischt. Echtes Bienenwachs war und hat immer noch einen hohen Preis. Bienen akzeptieren im ersten Moment das gepanschte Wachs und bauen ihre Mittelwände zu ihren Waben aus. Auch die Königin des Volkes stiftet ihre Eier in diese Waben. Große Teile der Brut können dann innerhalb kürzester Zeit sterben. Ohne Eingreifen des Imkers durch Austausch mit echtem Bienenwachs verenden die Völker. Daher ist für uns ein eigener Wachskreislauf enorm wichtig.

Naturwabenbau
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