Warum sind 15°C im Dezember nicht gut für Bienen?

Eigentlich sind fast alle Menschen in Deutschland froh darüber, wenn die Temperaturen nicht zu kalt werden. (Ein paar Tage Schnee über Weihnachten reicht ja den meisten). Heute, kurz vor Heiligabend, haben wir bei uns in Bad Wildbad fast 10°C – und es soll in den nächsten Tagen noch Richtung 15°C hochklettern. Wenn die Sonne dann noch auf den Bienenstock scheint ist es nochmals um viele Grad wärmer. Für das Bienenvolk ist es eigentlich nicht gut – zu warm. Die Bienen verlassen Ihren Stock – zum Entleeren ist es gut – jedoch ist die Temperatur einfach zu hoch. Die Königin legt wieder vermehrt Eier, obwohl es eigentlich Winterruhe ist. Durch das vermehrte Eierlegen und daraus resultierend die Fütterung der Brut, verbrauchen die Bienen viel von Ihrem Vorratsfutter. Sobald wieder eine Kaltperiode kommt, kann das Bienenvolk die evtl. zu große Brutmenge nicht mehr wärmen und versorgen. Das Bienenvolk muss bei Kälte in die sogenannte Wintertraube gehen – hier wird vorwiegend die Königin gewärmt und evtl. eine sehr kleine Brutmenge versorgt. Der Futtervorrat kann dann im Januar/Februar evtl. nicht mehr ausreichen und das Volk kann verhungern. Einfach im Januar zufüttern ist auch nicht so einfach wie es sich vielleicht anhört. Manche Völker nehmen das Futter nicht richtig an, andere Völker finden dann das Futter nicht. Es gibt einige Probleme die der Imker hier zu lösen hat. So wäre es den Imkern am liebste, einfach einen Winter zu haben – ohne Temperaturschwankungen wie in den letzten Jahren leider immer wieder geschehen. Hoffen wir das die Warmperiode nicht zulange anhält und die Temperaturen nicht zu weit in die Höhe schießen.

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