Bienenvolk

Spätsommer in der Imkerei

Ja, warum macht man sich im August schon Gedanken an den Winter?  Die Bienen bereiten sich ab der Sonnwendfeier – also Ende Juli – direkt auf den Winter vor. Wir schwitzen noch und haben über 30° – im Bienenstock beginnt aber die Vorbereitung auf den Winter. Die Bienenkönigin legt bedeutend weniger Eier. Dadurch wird die Bienenstärke eines Volkes deutlich geringer. Von bis zu 40.000 Bienen schrumpft das Volk im Spätsommer/Herbst auf  ca. 5.000 bis 10.000 Bienen. Ab Mitte  September werden die sogenannten Winterbienen schlüpfen. Diese Winterbienen sind nicht zum Nektar,- oder Pollensammeln da. Diese Winterbienen werden ca. 6 Monate alt und versorgen die Königin und die sehr wenige Brut über den Herbst und Winter im Bienenstock. Der Imker hat seinen Bienen von April bis Juli immer wieder den Honig entwendet. Die Bienen brauchen aber rund 20 Kg Futter über den Winter für sich selbst. Je nach Arbeitsweise lässt der Imker seinen Bienen den eigenen Honig zum Überwintern, oder füttert im August bis Anfang September mit Zuckerlösungen/Sirup noch zu. Im Jahr 2021 haben wir nur sehr sehr wenig Honig geerntet und mussten fast über das ganze Bienenjahr mit Zucker zufüttern. Ohne Füttern wären die Völker gestorben. Es war das schwierigste Bienenjahr seit vielen Jahrzehnten. Im Jahr 2022 mussten wir bei keinem Volk zufüttern. Alle Völker haben sich prächtig entwickelt, sind vital und stark jetzt in den Winter gegangen. Wir haben recht wenig aufgefüttert und auch viel Honig den Völkern selbst überlassen. Der Honig mit seinen Enzymen und Nährstoffen ist natürlich für die Bienengesundheit besser als ein Zuckersirup. Will man gesunde und kräftige Völker im Frühjahr erleben, sollte man auch auf Honigertrag verzichten und den Bienen ihr eigenes Futter überlassen.

Hummeln – wie lange leben die eigentlich?
Wabenhonig im Glas