Unsere Landwirtschaft braucht unbedingt eine Wende – hin zur  ökologischen Nachhaltigkeit

Wir alle können und dürfen uns nicht auf die nationalen und europäischen Regulierungsbehörden oder die Selbstverpflichtungsversprechen der Agrarindustrie verlassen. Letztlich hängt die Abkehr von den Methoden der industriellen Landwirtschaft von unseren täglichen Kaufentscheidungen als Konsumenten, als Verbraucher ab. Doch als Konsumenten können wir nur dann bewusst im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes entscheiden, wenn wir die Zusammenhänge zwischen industrieller Landwirtschaft, Umweltzerstörung und Klimawandel verstehen. Dass Insekten und Vögel in Massen sterben und der Amazonas brennt ist allen bewusst – was das mit billigem Fleisch und im Winter verkauften Sommergemüse zu tun hat nicht.

Der flächendeckende Einsatz von Pestiziden und Insektiziden, die Überdüngung unserer Felder und die weitverbreiteten Monokulturen schaden der Natur immens. Allein die Fleisch, Milch und Eier erzeugende Industrie konsumiert Unmengen natürlicher Ressourcen und ist für mehr als 14 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich (Schätzung der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO). Die Tiere werden dabei großen Schmerzen, Quälereien und unangemessenen Lebensbedingungen ausgesetzt. Um den Landhunger dieser Industrie zu stillen, nehmen wir breitflächige Waldrodungen, Versteppung, und die Versauerung von Gewässern in Kauf. Der übermäßige Einsatz synthetischer Stickstoffdünger und gewaltiger, über die Felder wälzender Maschinen ist sehr energieintensiv und führt zur kontinuierlichen Verschlechterung unserer Böden. Die langfristigen Folgekosten für Mensch, Natur und Tier sind kaum zu überschätzen.

(Text zum Größtenteil von Otto Kappner – studiert derzeit ökologische Landwirtschaft)

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