Honig aus der Schleuder

Wie entsteht eigentlich Honig?

Die Biene sammelt bei Ihren Ausflügen natürlich nicht direkt den Honig, etwas anders passiert da schon noch. Die Bienen sammeln Nektar – bzw. Nektariensäfte und auch andere süße Stoffe und Säfte, die sie von Pflanzen (Bäume, Sträucher, Gräser…) aufnehmen. Diese Stoffe werden mit körpereigenen Enzymen angereichert. Erst dadurch wird aus dem Nektar langsam der Honig. Sehr wichtig ist dann das Einlagern und Reifen des Saftes. Die Bienen tragen diesen Stoff in die Wabenzellen der Honigwabe ein. Der Stoff kann dann mehrmals von Zelle zu Zelle umgetragen werden, jedesmal kommen wieder körpereigene Stoffe der Biene dazu und: der Honig verliert an Wasser.

Je trockener der Honig, desto besser für den Imker und den Honigesser. Für die Haltbarkeit des Honigs spielt die Feuchtigkeit eine entscheidende Rolle und auch der Geschmack ist davon mit abhängig.

In den Waben reift nun der Honig und wird nach einiger Reifezeit und richtiger Trocknung von den Bienen verdeckelt. Das heißt: Die Bienen legen eine dünne Wachsschicht – mit Propolis angereichert – über die Zellen.

Aber nicht nur Nektar spielt eine Rolle bei der Entstehung von Honig. Als weitere große Quelle kommt noch der Honigtau dazu. Was ist nun Honigtau? Ein etwas verwirrender Begriff. Es handelt sich ganz einfach um ausgeschiedene Stoffe von vorwiegend Rinden,- und Schildläusen.

Auch können bei der Entstehung des Honigs extraflorale Nektarien eine Rolle spielen. Das sind Pflanzensaftabsonderungen, z.B. aus der Blattachsel.

Beim Kastanienhonig können alle drei Möglichkeiten zum Entstehen des Honigs beitragen: Die Blüte (Nektar) – die Blätter (Läuse) und Absonderungen an den Zweigen/Blättern/… (extraflorale Nektarien).

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